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Sebastian Kessler macht in seiner Analyse des Ungleichheitsdiskurses fr den Zeitraum von 1975 bis 2009 auf zwei Entwicklungen aufmerksam: Soziale Ungleichheit in der Gesundheit ist ein wissenschaftliches Konzept, das ab 1975 einen neuen Blick auf die Wirklichkeit erffnet. Es lassen sich nun gesellschaftliche Differenzen von Krankheit und Tod identifizieren und als Problem darstellen. Mit der politischen Aneignung dieses Konzeptes bertrgt sich jedoch die Verantwortung fr die Gesundheit von der gesamten Gesellschaft auf Institutionen wie die Krankenversicherungen oder auf den Einzelnen. Damit wird das Wissen ber Ungleichheit zu einem Mittel der Verwaltung der Gesellschaft. Um der Kostenexplosion im Gesundheitswesen entgegenzuwirken findet durch die Konstruktion des Wissens ber Ungleichheit eine Regulierung des Lebens in den Ungleichheitsverhltnissen statt.
- Illustratör: Bibliographie 16 schwarz-weiße Abbildungen
- Format: Pocket/Paperback
- ISBN: 9783658164430
- Språk: Engelska
- Antal sidor: 315
- Utgivningsdatum: 2016-11-21
- Förlag: Springer VS